Sportliche Aktivitäten außerhalb des Vereins

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Harald und Volker bestiegen hohe Dolomitengipfel

07.08.2018 Wie schon oft waren die TT-Spieler Harald und Volker zusammen beim Bergsteigen in den Dolomiten. Dieses Mal stand zunächst der Colac (südlich der Marmolada) auf dem Programm. Mit der Seilbahn fuhren wir von Alba nach Ciampac, um auf 2175m in die Ferrata Financieri einzusteigen. Mit 500 Höhenmetern (Hm) Anstiegsleitung und einer D-Stelle (sehr schwierig) waren wir ganz schön gefordert, bis wir den Gipfel erreichten (2715m). Nach der Übernachtung auf der sehr schönen Rifugio Contrin stand die Überschreitung des höchsten Dolomitengipfels, der schneebedeckten Marmolada, auf dem Programm. Zunächst mussten wir auf gutem Weg 900 Hm hochsteigen, um dann den Marmolada-Westgrad-Klettersteig zu bewältigen. Der 3320m hohe Gipfel konnte dann im Gegensatz zu 1999 ohne Gletscherberührung erreicht werden.


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Im Abstieg zum Fedeiasee querten wir den oberen Teil des Marmolada-Gletschers, um dann 100 Hm gesichert auf den unteren Marmolada-Gletscher abzuklettern. Nun legten wir zum zweiten Mal die Steigeisen an und querten am Seil den unteren Teil des Gletschers. Es war bei traumhaftem Wetter eine Supertour hinunter zum Rifugio Marmolada am Fedeiasee.

Am nächsten Tag stand die Ferrata Trincee (nördlich der Marmolada) an. Untypisch für die Dolomiten besteht der Padonkamm aus schwarzem Vulkangestein. Eine sehr schwere und steile Einstiegswand verlangte uns viel von unserem Kletterkönnen ab. Nach 10km Gratkletterei und der Begehung von zwei Tunnels (Stellungen des 1. Weltkriegs) stiegen wir wieder nach Arraba ab.

Die letzte große Tour war die Überschreitung der Civetta. Viel Ausdauer und Durchhaltevermögen benötigten wir für die 900 Hm der Ferrata Alleghesi. Dies war zwar gut zu bewältigen, aber der Geröllabstieg über 1100 Hm zurück zum Rifugio Coldai erforderte unser ganzes Können und auch eine Menge Ausdauer (11-Stunden-Tour).

Überglücklich über die tollen Touren und das hervorragende Bergwetter verbrachten wir die letzte Nacht in einem schönen Hotel in Olang, wo wir uns von den Strapazen erholen konnten. Somit blicken wir überglücklich auf eine tolle, sehr gelungene Bergwoche zurück.



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Uttenreuther Tischtennisspieler bestiegen den Kilimanjaro

15.02.2016 Zusammen mit Daniela Leuthäußer (Hetzles), Joachim Schneider (Erlangen-Bruck) und Wolfgang Steckert (Etzelsdorf) machten sich Volker Rubin und Harald Böhm auf die Reise zum höchsten alleinstehenden Berg der Erde. Hier Volkers Bericht über dieses eindrucksvolle Erlebnis:

„Wir flogen am 16.Januar 2016 mit KLM von Nürnberg nach Amsterdam, dann weiter mit Kenia Airways nach Nairobi (Kenia) und weiter mit Precision Airline zum Kilimanjaro Airport, der im Süden des Kilimanjaro zwischen den Städten Moshi und Arusha (Tansania) liegt. Nach einer Nacht im Hotel in Moshi begannen wir unsere Besteigung des Kibo. Wir wählten die Machame Route, die angeblich schönste Route auf den Kilimanjao. Leider ist die Route auch sehr viel begangen – im Gegensatz zu der Nordroute, auf der wir 1997/98 nahezu allein unterwegs waren. Die ersten Tage waren sehr regnerisch, was angesichts unserer Ausrüstung und Zelte aber kein Problem darstellte. Die Route war sehr gut angelegt, sodass wir uns optimal akklimatisieren konnten.

Am ersten Tag, nach dem Start auf ca.1800m, stiegen wir bis zum Machame Camp auf ca.3000m auf. Weiter ging es am zweiten Tag zum Shira Camp (3850m). Die nächsten Tage blieben wir auf dieser Höhe, um uns optimal auf den Gipfelsturm vorzubereiten (Baranco Camp 3950m, Karanca Camp 4015m). Während des Tages erreichten wir auch größere Höhen (bis ca. 4450m) – dies fördert die Akklimatisation nach dem Motto „Go high – sleep low“. Am Freitag, dem 22.Januar stiegen wir dann zum Basislager unserer Route, dem Barafu Camp auf 4600m hoch. Dort fällt einem das Schlafen schon schwer. Wir legten uns bereits um 19 Uhr ins Zelt, um etwas zu ruhen. Um 22 Uhr war dann schon Wecken angesagt, da wir um 23 Uhr unseren Aufstieg beginnen wollten. In der Nacht war es zwar trocken, aber es wehte ein eisiger Wind. Wir gingen sehr langsam, um uns nicht zu verausgaben. Bei ca. 5450m waren die Batterien von Daniela leer, sie litt sehr unter dem eisigen Wind. Daniela, Joachim und ein Führer stiegen ab ins Camp.


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Wolfgang, Harald und Volker setzten den Aufstieg fort. Wir erlebten einen tollen Sonnenaufgang und erreichten den ersten kleinen Gipfel (Stella Point, 5745m), um 6.10Uhr am 24. Januar. Inzwischen war die Sonne aufgegangen und wir hatten bei blauem Himmel eine ganz tolle Sicht. Nach einer weiteren Stunde Aufstieg erreichten wir gegen 7Uhr den Uhuru Peak, den höchsten der drei Gipfel des Kilimanjaro und mit 5895m zugleich höchsten Punkt Afrikas („TOP of Africa“). Wir genossen den tollen Ausblick auf die Hängegletscher des Kibo.

Anschließend begannen wir den Abstieg und erreichten das Barafu Camp gegen 11Uhr. Dort legten wir uns erst mal für eine Stunde ins Zelt, bevor es das Mittagessen gab, das wie immer sehr gut war. Dann setzten wir den Abstieg fort bis in das Millenium Camp auf ca. 3800m. Das war unsere letzte Nacht im Zelt am Berg. Der nächste Morgen war wunderschön mit toller Sicht. Wir mussten nochmals 2000m absteigen bis zum Mweka Gate. Dort wurden wir mit dem Bus abgeholt und ins Hotel nach Moshi gebracht. Die heiße Dusche und ein schönes Bett waren der verdiente Lohn für die Anstrengungen der letzten Tage.

Die letzten drei Tage unserer Afrikareise verbrachten wir mit Safaris in den Nationalparks Tarangire, Ngorongoro-Krater und Lake Manjara. Wir hatten auf unseren Pirschfahrten viel Glück und konnten viele Tiere beobachten, u.a. Elefanten, Löwen, Nilpferde, Nashörner, Giraffen, Affen, Webervögel, Adler, Warzenschweine und als Highlight einen Baumlöwen, der im NP Lake Manjara oben in einem Baum schlief. Wir blicken auf viele schöne und erlebnisreiche Tage zurück und werden von diesen Erlebnissen noch lange Zeit zehren.“



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Unvergessliche Bergtour

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06.10.2014 Zu seinem 60. Geburtstag hatte Volker Rubin von seinen Bergkameraden ein tolles Geschenk erhalten – eine Bergtour mit Hans Kammerlander, dem weltbekannten Südtiroler Extrembergsteiger. Kammerlander ist einer der erfolgreichsten Bergsteiger der letzten Jahre. Er hat insgesamt 12 der 14 Achttausender bestiegen und ist vor allem auch durch seine Skiabfahrten vom Mount Everest und Nanga Parbat bekannt geworden. Hier Volkers Bericht über dieses einmalige Erlebnis:

Meine Frau Petra hatte die Tour auf die „Große Zinne“ als Geschenk für mich ausgesucht. Schon vorher und auch als ich unten am Fuß der Zinnen stand, war ich mir sicher, aus eigenem Antrieb hätte ich diese Tour mit Hans auf die Große Zinne nicht gewagt, da ich mir die Kletterei auf „Youtube“ schon mehrfach angesehen hatte.

Die „Drei Zinnen“ in den Dolomiten sind UNESCO Weltnaturerbe. Sie befinden sich in den Sextner Dolomiten und sind der bekannteste Anblick in den Dolomiten. Die „Große Zinne“ (mittlere Zinne) ist mit 2999m die höchste der „Drei Zinnen“. Um mich etwas zu akklimatisieren, hatten wir uns schon zwei Tage vor der Besteigung auf der Auronzohütte einquartiert. Am Montag, den 29.9. traf ich mich dann dort mit Hans. Das Wetter war traumhaft – blauer Himmel, viel Sonne und nahezu kein Wind. Die Tage vorher hatte ich trotzdem schlecht geschlafen – ich hatte schon ein wenig Bammel vor diesem Tag.

Pünktlich um 8.30 Uhr erschien Hans Kammerlander auf der Auronzohütte und trank in großer Ruhe noch einen Kaffee. Um 9 Uhr ging es los. Wir stiegen den Steig von 2300 m auf etwa 2450m hoch in die Rinne zwischen Großer und kleiner Zinne (östliche Zinne) hinein. Dort nahm mich Hans ins Seil und wir starteten mit dem Aufstieg. Er begann einfach, wurde dann aber steiler und immer schwieriger: Dreier-Kletterei, teilweise ausgesetzt. (Für Nicht-Bergsteiger: "Dreier-Kletterei" bzw. x-er-Kletterei bezeichnet den Schwierigkeitsgrad.) In den einfacheren Passagen gingen wir gemeinsam, bei schwierigeren Stellen ging er voraus und sicherte mich. Er hatte mich auch kurz instruiert, wie man richtig klettert, und so ging es gut voran. Wir überholten zwei andere Seilschaften und er war sehr mit mir zufrieden.

Dann kam die Schlüsselstelle – der Innerkofler oder auch Grohmannkamin – eine Vierer-Kletterei. Ich hatte so meine Schwierigkeiten, aber dann war auch diese Stelle geschafft. Von dort noch 40 m Dreier-Kletterei und dann begingen wir das obere Ringband, das auf der Südseite um die komplette Zinne herumführt. Noch 30 oder 40 m Dreier-Kletterei und dann etwas Gehgelände zum Gipfel. In drei Stunden waren wir oben und hatten eine traumhafte Aussicht.


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Den Gipfelschnaps der anderen Seilschaft lehnte ich ab, da ich mächtig Bammel vor dem Abstieg hatte. Nach einer guten halben Stunde Rast begannen wir mit dem Abstieg. Es wurde hauptsächlich abgeseilt. Erst mal 20 m, damit man sich daran gewöhnt, dann aber über 50 oder 60 m senkrecht hinab. Das kostet eine Menge Überwindung. Wir gingen dann einen anderen Weg hinab als beim Aufstieg – Hans Kammerlanders Spezialabstieg. Beim vorletzten Abseilen fehlte der Abseilhaken und Hans baute mit einer sehr dünnen Repschnur um ein Felsköpfel einen Behelf. Ich wollte da nicht runter, aber Hans ließ sich nicht abbringen. Es ging gut und ich war heilfroh als ich wieder auf festem Boden stand.

Hans ist ein sehr netter Mensch, sehr sehr ruhig und konzentriert. Er erzählt viel und hat auch andere junge Bergsteiger in der Wand angeleitet, wie sie wieder heil herunterkommen – aus der tiefen Sorge heraus, den vielleicht noch etwas unerfahrenen jungen Menschen könnte etwas zustoßen.



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Abschiedsfeier von Bürgermeister Karl Köhler

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09.05.2014 Am 1. Mai 2014 feierte Bürgermeister Karl Köhler seinen Abschied, nachdem er 30 Jahre das Geschick der Gemeinde Uttenreuth gelenkt hatte. Auch die Tischtennisabteilung beteiligte sich an der Feier und bedankte sich bei Karl für die über 20jährige aktive und sportlich erfolgreiche Karriere in der Tischtennis-Abteilung. Karl spielte immer in unserer ersten Herrenmannschaft - zunächst in den Kreis-, später auch in den Bezirksligen - und war an etlichen Aufstiegen in den siebziger Jahren beteiligt.

Beim Fest wurde er von seinem ehemaligen Mannschaftskollegen Robert Lin und von seinem Enkel Christoph Haas zu einem Schlagabtausch herausgefordert. Karl hat sich wacker geschlagen, was man an seiner Körperhaltung gut sehen kann. Zum Abschluss überreichte ihm Abteilungsleiter Volker Rubin eine kleine Sammlung von Fotos aus seiner aktiven Zeit.


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Unterstützung eines Kinderdorfprojekts in Kenia

13.08.2012 Das Waisenhaus der Kenia-Hilfe möchte den Mädchen ein liebevolles Zuhause und eine bessere Zukunft ermöglichen. Um das Waisenhaus zu führen, die Kinder zu verpflegen und mit dem Notwendigsten auszustatten, bitten die ehrenamtlich tätigen Mitglieder des Vereins um Spenden, die gezielt und effektiv den Mädchen zugute kommen.

Im Namen der Tischtennisabteilung engagiert sich hier Elke Mauri. Sie sammelte bei den TT-Mitgliedern Sachspenden (Schultaschen, Rucksäcke usw.) und sandte sie nach Kenia. Kürzlich besuchte sie mit ihrem Mann Jochen das Waisenhaus. Hier ihr Bericht:


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„Zunächst möchte mich auf diesem Weg für alle Sachspenden des letzten Jahres bedanken. Im März 2012 haben wir die Kinder in Kenia besucht und die glücklichen Augen gesehen. Nach meiner Frage, was ich denn in das nächste Paket packen soll, kamen die Antworten: „Handtaschen“ und „Schuhe“, also alles, was Frauenherzen höher schlagen lässt. Ich würde mich freuen, mit Eurer Hilfe wieder für alle 22 Kinder etwas in dieser Richtung schicken zu können. Es sind alles Mädchen im Alter von 6 bis 18 Jahren.“

Hier noch der Link zur Website der Kenia-Hilfe: http://www.kenia-hilfe-buxheim.de/



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Volker Rubin bezwingt Andengipfel

06.12.2010 Der Hinflug mit LAN Chile von Frankfurt führte uns über Madrid in die chilenische Hauptstadt Santiago de Chile. Nach der Ankunft am frühen Morgen absolvierten wir noch am gleichen Tag eine Stadtrundfahrt. Am nächsten Morgen flogen wir in den Norden von Chile nach Calama. Dort holten uns unsere chilenischen Bergführer ab und fuhren mit uns in die Atacamawüste nach San Pedro de Atacama.

Die Atacama ist die trockenste Wüste der Welt – es soll dort Orte geben, wo es seit 60 Jahren nicht mehr geregnet hat. Auch wir konnten dieses extrem trockene Klima mit dem tiefblauen Himmel und den gewaltigen Temperaturunterschieden zwischen Tag (30°C) und Nacht (0°C) erleben. Am Berg in 3000 bis 4000 m Höhe beträgt die Temperaturdifferenz (25°C / -15°C) an windstillen Tagen sogar 40 Grad.

Unser Akklimatisationsprogramm begann in 2600m Höhe in San Pedro de Atacama. Von dort unternahmen wir Ausflüge ins „Valle de la Luna“ (Mondtal), an den „Salar de Atacama“ (Salzsee) und zu den Geysiren von Tatio. Von Tatio aus bestiegen wir dann auch bei herrlichem Wetter und ganz wenig Wind unseren ersten Vulkan – den 5350 m hohen Cerro Soquete. Anschließend konnten wir den Staub des Tages in den heißen Quellen von Tatio abspülen – ein tolles Erlebnis, das Wasser ist ca. 30°C warm. Man muss sich nur sofort wieder warm anziehen, da doch immer ein frischer Wind weht.


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Am nächsten Morgen standen wir sehr früh auf, um die Geysire von Tatio in ihrer aktivsten Phase zu erleben. Dann überquerten wir die Grenze nach Bolivien, wo wir den 5916 m hohen Licancabur in Angriff nehmen wollten. Der bolivianische Bergführer Macario, der am Fuße des Berges wohnt und ihn schon das 532ste Mal bestieg, führte uns. Wiederum war frühes Aufstehen (3:00 Uhr) angesagt, denn aus 4600 m Basishöhe ca. 1300 Höhenmeter auf- und wieder abzusteigen ist ein anstrengendes Tagespensum. Das Wetter war optimal: wolkenloser Himmel, viel Sonne und beinahe Windstille. Zunächst kamen wir gut voran. Dann allerdings hatten drei Teilnehmer in einer Höhe von etwa 5500 m Probleme. Einer bekam Kopfschmerzen, zwei weitere Teilnehmer waren zu langsam und mussten den Aufstieg abbrechen. Der Rest der Gruppe ging flott weiter und erreichte gegen 11:30 Uhr den Gipfel. Ich freute mich riesig – war es doch mein neunter 5000er und die zweitgrößte Höhe, die ich jemals erreicht habe – 1100 m über dem Gipfel des Montblanc, dem höchsten Berg der Alpen.


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Nach der Besteigung des Licancabur legten wir einen Ruhetag an der Pazifikküste ein und feierten den Gipfelsieg mit frischem Fisch und trockenem chilenischen Weißwein.

Als ganz großes Ziel stand nun noch der fast 1000 m höhere Ojos del Salado (6892 m) auf dem Programm. Also fuhren wir von der Küste wieder ins Landesinnere, etwas weiter nach Süden an die argentinische Grenze, und schlugen unser Lager wieder an einer Laguna Verde auf ca. 4300 m auf. Das Wetter dort war weiterhin sonnig, aber es wehte ein kalter Wind.

Die Wetterverhältnisse am Ojos selbst waren aber alles andere als einladend – im Gipfelbereich herrschten stürmische Winde von bis zu 100 km/h und die Temperatur betrug -40°C. Zudem hatten mein Freund Peter Foos und ich mit leichter Höhenkrankheit, Schlaflosigkeit und Magen-Darm-Problemen zu kämpfen. In Anbetracht der vorhergesagten extremen Kälte am Berg brachen wir deshalb die Besteigung ab. Die restlichen Teilnehmer unserer Gruppe versuchten den Aufstieg trotzdem und von 13 Teilnehmern erreichten immerhin sechs den Gipfel, da der Wind am Tag des Aufstiegs überraschend abgeflaut war. Zwar bedauerte ich meine Entscheidung gegen den Aufstieg angesichts der Wetterbesserung etwas, aber letztlich geht es beim Bergsteigen vor allem auch darum, wieder heil und ohne Erfrierungen zurückzukommen.

Wir erholten uns noch einige Tage am Strand und kamen alle gesund und munter wieder in Deutschland an. Am Bahnhof in Nürnberg wurden wir von unseren Frauen und Freunden mit Weißwurst, Brezeln und Weißbier empfangen.

Der chilenische Norden ist zwar fast ausnahmslos Wüste und somit sehr karg, trotzdem hat die Landschaft seine Reize und man freut sich über jede kleine Oase oder einen überraschend erscheinenden Flusslauf mit grüner Vegetation. Von solchen Erlebnissen kann man wieder sehr lange zehren und man weiß zu Hause auch wieder die Bequemlichkeit und die Wärme eines Bettes und einer heißen Dusche besonders zu schätzen.



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Harald und Christian Böhm beim 100-km-Lauf von Biel

15.06.2009 Die 100 km von Biel, ein Klassiker unter den Ultraläufen, sollte für Harald Böhm und unseren Jugendleiter Christian Böhm (als Fahrradbegleitung) der sportliche Höhepunkt des Jahres 2009 sein. Bereits im September 2008 ging es in Vorbereitung – angefangen von einem Marathon in Venedig über Langlauftraining in den Wintermonaten bis zu durchschnittlich 100 Trainingskilometern pro Woche in der Zeit unmittelbar vor dem Lauf.


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Am Freitag, dem 12. Juni um 22 Uhr wurde es dann Ernst. Am Eisstadion von Biel in der Schweiz fiel der Startschuss und zusammen mit etwa 1200 anderen „Verrückten“ ging es auf die lange, hügelige Distanz von 100 km. Bei Kilometer 22 wartete Christian auf seinen Vater, um ihn auf den letzten 78 km zu begleiten. Eine sternenklare Nacht und zahlreiche Feste am Rande der Strecke sorgten dabei für Ablenkung von den Strapazen.
Nach einem wunderschönen Sonnenaufgang kurz nach 5 Uhr musste der sogenannte Ho-Chi-Minh-Pfad, eine 10 km lange wurzelige Strecke, überwunden werden. Danach lagen noch 33 harte Kilometer vor den beiden, wo mehr als zuvor Kämpfen angesagt war.

10:45 Uhr: Das Ziel bei Kilometer 99 schon fast in Sicht (siehe Foto).
10:56 Uhr: Das Ziel vor Augen, erklingt die Stimme des Stadionsprechers: „Harald Böhm vom SC Uttenreuth: 12 h 56 min“. Schlussendlich war es tatsächlich die erhoffte Nacht der Nächte von Biel.



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Volker Rubin bestieg 6000er im Everestgebiet

15.05.2007 Traum eines jeden Bergsteigers ist es, einmal im Leben im Himalaja zu klettern und den höchsten Berg der Erde, den Mt. Everest, mit eigenen Augen zu bestaunen. Genau diesen Traum erfüllte sich nun Volker Rubin. Hier sein Bericht:

Mit einer Gruppe des DAV Summit Club flogen wir am 5.April von Nürnberg über Wien nach Kathmandu, der Hauptstadt von Nepal. Nach einem Tag Sightseeing in Kathmandu und dem letzten Packen unserer Ausrüstung flogen wir mit einer kleinen Propellermaschine nach Lukla ins Everestgebiet. Die Landebahn in Lukla ist nur 520m lang und mit 15 Grad Neigung gegen den Berg gebaut. An einem Ende (bei der Landung) steht ein Berg und am anderen Ende (beim Start) befindet sich eine 200m tiefe Schlucht. Dies macht sowohl die Landung als auch den Start in Lukla zu einem unvergesslichen Abenteuer. Die nächsten Tage begannen wir mit dem langsamen Anstieg, um uns zu akklimatisieren. Über verschiedene kleine Sherpadörfer erreichten wir dann nach zwei Tagen Namche Bazaar (3450m), die größte und bekannteste Sherpa-Ansiedlung im Everestgebiet.


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Erstmals hatten wir bei guter Sicht einen tollen Blick auf die Eisriesen des Himalaja, unter anderem auf den Mt. Everest (8848m). Wir blieben zwei Tage, um die Akklimatisation weiter voranzutreiben, und erstiegen den Aussichtsberg Gong Ri (4042m). Auf der Höhe von ca. 4000m hielten wir uns nun einige Tage auf. Wir gingen ins Tal des Bhote Koshi, besuchten das Sherpadorf Thame, aus dem sowohl Tenzing Norgay (Erstbesteigung des Everest 1953 mit Sir Edmund Hillary) als auch Apa Sherpa (erstieg den Everest schon 16-mal ohne Sauerstoff) stammen.

Nachdem wir uns gut akklimatisiert fühlten, begann der Weg in die höher gelegenen Regionen. Über einen tollen Panoramaweg betraten wir das Tal des Khumbugletschers und sahen erstmals die Ama Dablam (6856m), einen der schönsten Berge der Welt und auch unser höchstes Ziel, den Island Peak (6189m). Wir übernachteten in einer Lodge in Gorak Shep in ca. 5200m Höhe.

Am nächsten Tag erklommen wir das Everest-Basislager (5300m). Hier sahen wir viele international besetzte Expeditionen und konnten Bergsteiger beim Durchqueren des gefürchteten Khumbu-Eisfalles beobachten. Am nächsten Tag erreichten wir dann unseren ersten 5000er, den leichten Kala Patar (5545m). Vo dort hat man einen hervorragenden Blick auf den Mt. Everest (8848m. Durch das Khumbutal hinab und weiter nach Osten erreichten wir den technisch etwas anspruchsvolleren Chuckhung Ri (5546m). In Chuckhung begannen dann die Vorbereitungen für „unseren ganz hohen Berg, den Island Peak (6189m)“.

Der Aufstieg von Chukhung ins Island Peak Basislager war eine einfache vierstündige Wanderung. Das Basislager liegt auf ca. 5200m. Nach dem Abendessen um 19 Uhr verschwand dann jeder in seinen warmen Schlafsack im Zelt. Wecken war um 1.30 Uhr und der Beginn des Aufstiegs mit Stirnlampen um 2 Uhr. Gegen 5 Uhr erreichten wir den Gletscher auf ca. 5800 m Höhe. Nach der Gletscherüberquerung galt es dann am Fixseil eine 100m hohe Firn- und Eiswand mit einer Neigung bis zu 50 Grad hochzusteigen. Weiterhin waren dann ca. 150m auf einem schmalen Grat nach Osten zum letzten ca. 80m hohen Gipfelaufschwung zurückzulegen. Am Gipfel des Island Peak (6189 m) angekommen, waren wir überglücklich und genossen den traumhaften Rundblick auf all die hohen bekannten und unbekannten Gipfel des Himalaja. Am Gipfel hissten wir dann die Frankenfahne, die auf dem Berg verblieb.

Der Abstieg war dann etwas weniger anstrengend. Nach einer weiteren Nacht im Zelt des Basislagers begann der Rückweg. Wir benötigten vier Tage nach Lukla, wo dann am Abend ein schönes Abschlussfest gefeiert wurde. Am nächsten Tag flogen wir nach Kathmandu zurück, um im Hotel ausgiebig zu duschen und uns am Pool zu erholen. Die Reise war voll von Eindrücken über die Berge, die Menschen, ihre Kultur, ihre Religion und die Lebensweise in diesem vom üblichen Straßenverkehr völlig isoliertem Gebiet, die mich lange beschäftigen werden. Das Erreichen aller Gipfel war ein sehr schöner persönlicher Erfolg für alle Teilnehmer.